Artenporträts

Die Informationen nachstehend beruhen auf einer Zusammenfassung des offiziellen Umweltberichts und zeigen die Arten, die durch die Bebauung der Höhe nachweislich gefährdet werden. Siehe den offiziellen Bericht:

Vorlage – Rats- und Bürgerinfosystem

Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)

Gartenrotschwanz Foto Wikipedia Th Kraft


Die auf der Vorwarnliste (Rote Liste der gefährdeten Brutvögel) stehende Charakterart hat nachgewiesen mindestens zwei Brutreviere im Gebiet.


Grauschnäpper (Muscicapa striata)

Grauschnäpper. Foto: NABU Frank Derer


Im Gebiet wurden drei Brutreviere nachgewiesen, die vor allem durch die Bautätigkeit gefährdet sind.

Grünspecht (Picus viridis):

Männchen Adult Foto NABU Ralph Martin


Für den Grünspecht ist die Zähringer Höhe ein ideales Revier. Im Gebiet gibt es mindestens zwei Revier. Ein Revier wird auf jeden Fall durch die Bautätigkeit verloren gehen.


Klappergrasmücke (Sylvia curruca):


Auch für die Klappergrasmücke ist das halboffenes Gelände der Höhe mit artenreichen Gebüschen, Hecken und Gehölzen, ein sehr günstiger Lebensraum. Das nachgewiesene Brutrevier ist durch den geplanten Bau gefährdet.


Neuntöter (Lanius collurio)

Foto NABU Hans Schmitt


Mindestens zwei Brutpaare wurden im Gebiet nachgewiesen, deren Reviere mit hoher Wahrscheinlichkeit zerstört werden.

Star (Sturnus vulgaris)

Star, Foto NABU Christoph Bosch


Die vielen natürliche Bruthöhlen im Plangebiet bieten optimale Voraussetzungen für den auf der roten Liste als gefährdet klassifizierten Brutvögel. Insgesamt 8 Brutpaare wurden im Gebiet nachgewiesen.

Grauspecht (Picus canus):


Für den mit mindestens einem Revier nachgewiesenen stark gefährdeten Grauspecht ist die Höhe besonders attraktiv. Der Umweltbericht schreibt, dass eine erhebliche Betroffenheit nicht ausgeschlossen werden kann.

Wendehals (Jynx torquilla)

Foto: NABU Horst Engler


Das Gebiet mit den größeren, halboffenen Landschaften im Nord-Osten von Freiburg hat für den Wendehals regionale Bedeutung. Mindestens zwei Reviere wurden nachgewiesen. Für das unmittelbar im Planrevier vorkommende Brutpaar bedeutet die Bebauung den Verlust ihres Reviers. Die Art ist demnach stark betroffen durch das Baugebiet. Die Höhe ist eine der wenigen Gebiete im Freiburger Raum, in dem der Wendehals brütet.

Haussperling (Passer domesticus)

Foto: NABU Frank Derer


Selbst der Haussperling verzeichnet zuletzt Bestandseinbußen, so dass eine Betroffenheit vom Baugebiet im Gutachten als möglich erachtet wird.

Kleinspecht (Dendrocopos minor)


Der Kleinspecht, in Baden-Württemberg auf der Vorwarnliste der Roten Liste gelis-
tet, wurde bei den offiziellen Kartierungen im Planungsbereich im für die Art sehr geeigneten Bruthabitat nachgewiesen. Daher ist auch hier nach dem Gutachten eine Betroffenheit möglich.


Mäusebussard (Buteo buteo)

Foto: NABU Frank Derer


Auch für den häufig im Gebiet nachgewiesenen streng geschützten Mäusebussard ist eine Gefährdung zu erwarten.

Turmfalke (Falco tinnunculus)

Foto: NABU Hartmut Mletzko


Für alle Greifvögel ist die kleinstrukturierte Höhe mit vielen Sitzwarten ein ideales Jagdrevier. Der fast jedes Mal im Gebiet anzutreffende Turmfalke ist somit auch durch den Bau gefährdet.

Waldohreule (Asio otus)

Foto: NABU Dorothea Bellmer


In den Sommermonaten ist die Art im Gebiet sehr häufig anzutreffen. Der Übergang von Laub-Mischwald zu Streuobstwiesen ist für die Waldohreule nahezu perfekt. Durch die Bebauung verliert die Art ihr Nahrungshabitat.

Goldammer (Emberiza citrinella)

Foto NABU Frank Derer


Die auf der Vorwarnliste stehende Goldammer braucht strukturreiche, halboffene Landschaften wie die Höhe. Die Bestände des ehemals sehr häufige Vogel haben durch die Intensivierung der Landwirtschaft und Lebensraumverluste stark abgenommen. Ein Revier wurde im erweiterten Untersuchungsgebiet nachgewiesen.


Feldsperling (Passer montanus)

Foto NABU Marko Frank


Obwohl Feldsperlinge im nördlichen Bereich des erweiterten Unter-
suchungsraumes brüten, sieht das Gutachten keine Gefährdung. Dabei ist die auf der Vorwarnliste geführte Art gerade durch die Strukturveränderung der Ortsränder ! sowie die Intensivierung der Landwirtschaft besonders gefährdet.

Fledermäuse

Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)

Foto NABU Dietmar Nill

Besonders zu nennen ist die nachgewiesene Bechsteinfledermaus,  die als stark gefährdete Rote-Liste-Art zu den besonders schutzwürdigen Tieren der gesamteuropäischen Fauna zählt.

Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)

Wasserfledermaus: Foto NABU Dietmar Nill

Kleinabendsegeler (Nyctalus leisleri)

Kleiner Abendsegler, Foto NABU Dietmar Nill

Rauhhautfledermaus (Pipistrellus nathusii)

Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)

Zwergfledermaus, Foto NABU s.o.

Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus)

Braunes Langohr (Plecotus auritus)

Graues Langohr (Plecotus austriacus)

Für die meisten dieser Arten treten artenschutzrechtliche Verbotstatbestände durch die Bebauung ein!

Käfer:

Körnerbock- Vom Aussterben bedrohte Käferart wurde bereits im Gebiet beobachtet.

Foto: Gunnar Hanebeck

Herzschildschnellkäfer

Foto: Sabine Rennwald

Halbkupferiger Eckschild-Prachtkäfer Anthaxia suzannae oder Apfelbaum-Prachtkäfer